Schüler Union Deutschlands kritisiert KMK Präsidentin Kurth

Heinrich Töws, aboutpixel.de
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Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Brunhild Kurth spricht sich in einem Interview mit Spiegel Online vom 14. Januar 2015 für die regionalen Unterschiede im deutschen Bildungssystem aus. Die Schüler Union Deutschlands kann diesen Standpunkt nicht nachvollziehen.

„Bildungsföderalismus ist ein wichtiger Grundstein des deutschen Bildungssystems. Allerdings darf er nicht zum Nachteil von Schülern werden! Durch die unterschiedlich organisierten Schulsysteme und deren Qualität in den Bundesländern wird es Schülern bei einem Umzug und dem damit verbundenen Schulwechseln oft sehr schwer gemacht und sie werden vor erhebliche Probleme gestellt“, so Niklas Uhl, Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschlands. Immer häufiger wurden in letzter Zeit die Stimmen von betroffenen Eltern und Schülern laut, die bei Umzügen in andere Bundesländer deutliche Unterschiede feststellten.

„Natürlich ist eine Einheitsschule nicht der richtige Weg. Jedoch kann das Potential und die Interessen der Schüler nur gefördert werden, wenn  bundesweit bestimmte Richtlinien herrschen, was Lehrplaninhalte und auch den Inhalt des Abiturs betrifft“, so Uhl weiter. Das sei im Interesse aller, denn nur wenn das Abitur deutschlandweit vergleichbar ist, hat es auch auf internationaler Ebene einen Vergleichswert und kann zur Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland beitragen. Kurth sagt in dem benannten Interview, dass ein allgemeines Abitur aufgrund von regional unterschiedlichen Ferienterminen eine Vision sei. „Die verschiedenen Ferienzeiten sind natürlich ein Problem. Allerdings sollte es sich bei einem Zentralabitur um kein Ding der Unmöglichkeit handeln, denn das Wohl der Schüler sollte immer an erster Stelle stehen“, so Uhl abschließend.

Die Schüler Union Deutschlands wünscht Frau Kurth viel Erfolg als Präsidentin der KMK und hofft auf eine gute Zusammenarbeit und einen regen Austausch.

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