„Einheitsschule durch die Hintertür“ – Schüler Union Deutschland und Schüler Union Hessen kritisiert Aussagen Zenelis

Die hessische Landesschulsprecherin Fevzije Zeneli arbeitet momentan im Rahmen des hessischen Bildungsgipfels in der AG1 mit, die sich mit dem Thema „Gestaltung von Schule“ befasst. Dabei fordert sie, das aktuelle Schulsystem – insbesondere Hauptschule und Gymnasium – in Frage zu stellen und über ein integriertes Schulsystem zu diskutieren. Ein solches würde laut ihr zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen.

Die Schüler Union Deutschlands kann diesen Gedanken nicht nachvollziehen. „Die Abschaffung der Hauptschule in Kombination mit der Forderung, das Gymnasium zu überdenken, führt faktisch zur Schaffung einer Einheitsschule. Das ist komplett undurchdacht und ideologiegetrieben“, so Niklas Uhl, Bundesvorsitzende der Schüler Union. „Deutschland lebt von seinem dreigliedrigen Schulsystem. Es ist der Kern unserer florierenden Wirtschaft, in der sowohl Akademiker als auch Fachkräfte benötigt werden. Und diese werden nur durch ein differenziertes Schulsystem ausgebildet.“

Es ist in Frage zu stellen, inwieweit die Forderung nach einer Einheitsschule wirklich Wille der Schüler ist und nicht parteipolitische Ideologie.  „Die Forderung der Landesschulsprecherin, das Gymnasium zu überdenken, ähnelt sehr den Worten des GEW-Landesvorsitzenden Nagel, man müsse das Gymnasium überwinden. Es ist beschämend, dass LSV und GEW Hand in Hand versuchen, die Schüler Union Hessen aus dem Bildungsgipfel zu schmeißen, um einen linken Scheinkonsens zu schaffen, der die Einheitsschule durch die Hintertür erzwingen will“, so Vincent Buchta, Landesvorsitzender der Schüler Union Hessen. Zeneli kritisiert, dass solche grundlegenden Diskussionen in den Arbeitsgruppen nicht geführt würden und die CDU versuche  zielführende Debatten zu unterdrücken.

Vielmehr scheint es, dass diese Forderung der Landesschulsprecherin durch und durch ideologisch gefärbt ist und Zeneli durch ihre rot gefärbte Brille die Stärken des deutschen Bildungssystems nicht erkannt hat. Nur durch die individuelle Förderung und Forderung jedes einzelnen Schülers ist gewährleistet, dass er sein volles Potential entfalten und anschließend als qualifizierter Arbeitnehmer in der Wirtschaft tätig werden kann. Einheitsschulen führen lediglich zu einem Einheitsbrei, der auf lange Sicht der Bildungslandschaft in Deutschland, sowie der deutschen Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen wird.

„Inwiefern eine Einheitsschule mehr soziale Gerechtigkeit schaffen soll ist fraglich. In einem dreigliedrigen Schulsystem herrscht das Prinzip der Durchlässigkeit. Die Schüler haben durchaus die Möglichkeit, sich hochzuarbeiten. Selbst wenn jemand auf der Hauptschule anfängt, steht ihm der Weg zum Abitur jederzeit offen. Soziale Gerechtigkeit bedeutet schließlich gleiche Chancen für alle und diese sind in einem differenzierten System definitiv gegeben“, so Uhl.

Die Schüler Union Deutschlands und die Schüler Union Hessen hoffen, dass Zeneli ihre Einstellung überdenken wird und sich bewusst wird, dass die ihr übertragende Verantwortung darin besteht, den Willen aller Schüler zu vertreten und nicht die realitätsferne Ideologie einer Partei.

„Schüler Union Deutschlands und Schüler Union Hessen werden sich weiter dafür einsetzen, dass das hessische Bildungssystem nicht ideologischen Träumereien geopfert wird. Die Einheitsschule gilt es im Sinne und für das Wohl der Schüler auch weiterhin zu verhindern, so Buchta und Uhl abschließend.

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