Die Schüler Union Deutschlands (SU) begrüßt die Initiative von Bundesfamilienministerin Schröder (CDU) und fordert die Einführung eines Betreuungsgeldes, was auf die Rente des Beziehers angerechnet wird.

„Die Auszahlung eines Betreuungsgeldes ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung von Eltern, die beschlossen haben, ihre Kinder selbst zu erziehen. Gleichzeitig sollte Missbrauch vorgebeugt werden, indem der bezogene Betrag von der Rente abgezogen wird“, so der Bundesvorsitzende Lutz Kiesewetter. Gerade die Förderung von verschiedenen Lebensentwürfen macht eine ausgewogene Familienpolitik möglich. Deshalb setzt sich die Schüler Union für den Ausbau von Betreuungsangeboten ein. Dazu gehört, dass diejenigen gestärkt werden, die schon heute dafür sorgen, eine Grundlage für den späteren Bildungserfolg ihrer Kinder zu legen. Es darf allerdings auch keine uneingeschränkte Förderung geben. So wäre es durchaus sinnvoll, das Betreuungsgeld auf die Rente des Beziehers anzurechnen, damit er sich seiner Pflicht, das Betreuungsgeld dem Kind zugute kommen zu lassen, bewusst ist. „Eltern, die zu Hause bleiben, sollen ihren Kindern bei alltäglichen Herausforderungen wie der Erledigung von Hausaufgaben beistehen und sie so bereits früh zu Schülern erziehen“, so Kiesewetter weiter. Auf diese Weise werden auch die durch Personalmangel häufig überarbeiteten Lehrer entlastet, weil mehr schulische Arbeiten mit Hilfe der Eltern erledigt werden können.

Hierbei geht es nicht um die Einführung einer „Herdprämie“. Schließlich begrüßt die Schüler Union auch Bildungsformen wie die Ganztagsschule, die es Eltern ermöglichen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Darüber hinaus ist das Betreuungsgeld auch Instrument, um der demografischen Negativspirale entgegenzuwirken. „Das Betreuungsgeld muss als Chance verstanden werden, unser deutsches Demografieproblem wirksam zu bekämpfen“, so Kiesewetter abschließend.

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