Kiesewetter: Löhrmann macht Schulpolitik wie vor hundert Jahren

Foto: dpa
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Berlin. Die Forderung der NRW-Schulministerin Löhrmann, Unterricht zukünftig nach Geschlechtern getrennt zu unterrichten, lehnt die Schüler Union strikt ab. „Eine Geschlechtertrennung  gehörte vor hundert Jahren zur Schulpolitik, heute ist unsere Gesellschaft schon deutlich weiter“, erklärt Kiesewetter die Haltung der Schüler Union. Löhrmanns Vorschlag sah vor, dass einige Fächer wie Naturwissenschaften getrennt nach Geschlecht unterrichtet werden sollten. Sie erhoffte sich davon höhere Lernerfolge.

„Dass die Grünen keine moderne und zukunftsorientierte Schulpolitik machen, war uns bereits bekannt. Dass dabei allerdings solche absurden Ideen herauskommen, hat selbst uns überrascht“, so Kiesewetter. Nach Ansicht der Schüler Union lassen sich generell keine besseren Lernerfolge durch eine Geschlechtertrennung erzielen. Reine Mädchen- oder Jungenschulen unterschieden sich vom Leistungsniveau nicht von normalen Schulen.

„Sicherlich hat Frau Löhrmann Recht, dass Menschen einen unterschiedlichen Zugang zu Lerninhalten haben. Die Verkürzung auf die Geschlechterrollen greift an dieser Stelle aber deutlich zu kurz“, so Kiesewetter. Stattdessen müsse der Lehrer in seinem Unterricht bei Bedarf der gesamten Klasse verschiedene Zugänge zu den Unterrichtsinhalten vermitteln.

„Insbesondere ignoriert Frau Löhrmann die soziale Komponente ihres Vorschlags. Aus unserer Sicht ist es für die Persönlichkeitsentwicklung wichtig, gemeinsam mit dem anderen Geschlecht zu lernen. Nur so bereiten wir unsere Schüler auch auf das spätere Leben vor“, so Kiesewetter abschließend.

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