Schüler Union: Salafismus - eine Gefahr für unsere Gesellschaft

Foto: Heinrich Töws, aboutpixel.de
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Frankfurt am Main. Auf der Islamkonferenz hat sich die Schüler Union Deutschlands (SU) mit den aktuellen Themen rund um den Islam – vor allem mit Integration und den Gefahren durch Salafismus befasst. „Der Zulauf salafistischer Prediger wie Pierre Vogel steigt an. Die wachsende Bedrohung durch diese radikal islamistischen Strömungen ist alarmierend“, so Lutz Kiesewetter, Bundesvorsitzender der Schüler Union.

 

Die Mitglieder der Schüler Union, die aus allen Bundesländern nach Frankfurt reisten, diskutierten mit den Fachpolitikern der CDU-Landtagsfraktion Alexander Bauer, MdL, und Ismail Tipi, MdL, sowie Ammar Alkassar, Beiratsmitglied des Zentralrats der Muslime e.V. Neben dem Salafismus wurden auch Themen wie die Debatte um die Beschneidung von Jungen und verschiedene Modelle eines islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen diskutiert.

Ismail Tipi, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, wies in seinen Ausführungen auf das Ziel der Salafisten hin: „Salafisten wollen einen islamischen ´Gottesstaat` errichten. Sie möchten die vollständige Umgestaltung von Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft nach einem salafistischen Regelwerk. Vor allem die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist den Salafisten ein Dorn im Auge. Unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit versuchen diese Extremisten, unsere Gesellschaft zu unterwandern, unser Rechtssystem auszuhöhlen und unsere Demokratie abzuschaffen. Die Salafisten vergiften die Gedanken unserer Jugend.“

Gerade Schülerinnen und Schüler jeglicher Herkunft sind durch ihre Neugier und das oftmals noch ungefestigte Menschen- und Wertebild für Hassprediger leichte Opfer. So rekrutieren nicht nur links- und rechtsextreme, sondern auch extreme religiöse Gruppierungen ihre Anhänger vermehrt aus den Reihen der Schüler und Jugendlichen. „Der Salafismus stellt einen Angriff auf unsere demokratischen Grundwerte dar und muss deshalb in aller Entschiedenheit von unserer Gesellschaft abgewehrt werden.  Das schließt für uns auch das konsequente Vorgehen staatlicher Institutionen mit ein“, so Kiesewetter. So schlägt die Schüler Union unter anderem vor, Vereine, Gemeinschaften und Bildungsstätten bei Verdacht auf fundamentalistische Tendenzen stärker zu kontrollieren und notfalls zu verbieten.

Der CDU-Landespolitiker sprach auch über Lösungsansätze: „Zur Bekämpfung radikal islamistischer Tendenzen kann nur eine wertneutrale Aufklärung über den Islam und dessen verschiedene Auslegungen und Strömungen helfen, zum Beispiel im Schulunterricht. Wichtig ist es, junge Menschen aufzufangen und ihnen ein Selbstwertgefühl zu vermitteln, bevor diese sich Bestätigung in salafistischen Vereinen suchen. Wir müssen wieder Wert auf unsere gesellschaftlichen sowie religiösen Tugenden legen. Charakterlich schwache Menschen sind oft nicht in der Lage, den sektenähnlichen Strukturen und extremistischen Tendenzen zu widerstehen.“

An dieser Stelle betont die Schüler Union die klare Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus. „Die friedliche Ausübung der Religion steht für uns an oberster Stelle. Ein friedlicher Islam ist für Deutschland eine Bereicherung – unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit darf allerdings kein Nährboden für Extremisten geschaffen werden“, so Kiesewetter abschließend.

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