Schüler Union fordert Stärkung des Lateinunterrichts

Born: "Lateinunterricht ist Fundament für Sprachen, Ethik und europäische Kultur."

Foto: Schemmi, pixelio.de
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Berlin. "Latein boomt: Über 800.000 Schüler lernen derzeit Latein, Tendenz steigend und das trotz sinkender Schülerzahlen. Die Aneignung dieser Sprache ermutigt den Schüler, über den Tag hinaus zu denken und schafft Verständnis für Themen, die gleichzeitig das Fundament unserer Gesellschaft sind", meint der kürzlich zum Bundesvorsitzenden gewählte Leopold Born.

Wie auf der Bundesschülertagung beschlossen, tritt die Schüler Union Deutschlands im Zuge dessen für eine Angleichung der Begriffe "Kleines Latinum", "Latinum" und "Großes Latinum" ein. "Es stiftet Verwirrung, dass die anderen Begriffe unterschiedlich gebraucht werden und das 'Kleine Latinum' des einen Bundeslandes gleichwertig zum 'Latinum' eines anderen Bundeslandes stehen kann!", so Born weiter. Die Kultusminister werden aufgefordert, sich auf eine einheitliche Sprachregelung zu verständigen – hierbei sollen weniger Unterrichtsinhalte angeglichen, sondern vielmehr Leistungen auf einem ähnlichen Niveau zur gleichen Art von "Latinum" führen. Deshalb sollte für den Erwerb auch nicht primär die Anzahl der Jahre entscheidend sein, sondern von der Kultusministerkonferenz vereinbarte Standards und Kompetenzen beherrscht werden.

Vor mehreren Jahren noch forderten Befürworter der Einheitsschule, den Lateinunterricht gänzlich zu streichen; auch heute steht er wieder in der Kritik eines falsch verstandenen Fortschrittsdenkens. Dabei kann es kein Fortschritt sein, eine erfolgreiche Tradition nur um der Veränderung willen abzuschaffen! Leopold Born fasst zusammen: "Ohne Zweifel müssen wir das Fach Latein flächendeckend anbieten. Es gilt weiterhin, den Lateinunterricht als elementaren Bestandteil der Fremdsprachen zu stärken, ohne dabei andere Fremdsprachen zu vernachlässigen."

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