Schüler Union zur Bertelsmann-Studie: Deutsches Bildungssystem muss durchlässiger werden!

Born: "Individuelle Förderung durch Mehrgliedrigkeit."

Foto: Stiftung Bertelsmann
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Berlin. Die Ergebnisse der Studie zur Durchlässigkeit der Schulsysteme zeigen, dass eine beträchtliche Anzahl an Schülern im Bildungssystem nach unten durchgereicht werden. Weniger als halb so viele schafften dagegen den Aufstieg auf eine höhere Schule. "Ein durchlässiges Schulsystem ist keine Einbahnstraße! Leistungsstarke Schüler müssen die Möglichkeit bekommen, auch in die andere Richtung zu wechseln", fordert hierzu der Bundesvorsitzende der Schüler Union, Leopold Born.

Das Prinzip der Abstufung ist aber nach wie vor wichtig. So haben die Schüler die Möglichkeit, die für sie passende Schulform zu besuchen. Born warnt: "Haupt- und Realschule dürfen nicht verteufelt werden! Wir benötigen weiterhin gut ausgebildete Haupt- und Realschüler mit einer praxisorientierten Schulbildung. Das ist die Grundlage für unser erfolgreiches duales Ausbildungssystem. Die Studie zum Anlass zu nehmen, unser Schulsystem infrage zu stellen, ist für uns nicht nachvollziehbar. Nur durch unser gegliedertes Schulsystem kann individuelle Förderung garantiert werden. Anstatt konstruktiver Kritik kommt von vielen Seiten die Systemfrage – ideologische Gleichmacherei ist hier völlig fehl am Platze!"

Auch wenn im Bericht der Bertelsmann-Stiftung kein konkreter Zusammenhang zwischen Schulsystem und Durchlässigkeit hergestellt wird, schneiden Länder wie Bayern und Hessen am besten ab; dort ist der Übergang von Grundschule auf weiterführende Schule sehr streng geregelt. "Beim Übergang zur weiterführenden Schule müssen viele Bundesländer nacharbeiten. Letztlich sollten nicht einfach alle Schüler um jeden Preis auf das Gymnasium gebracht werden. Eine höhere Anzahl an Abiturienten bedeutet nicht eine bessere Bildungspolitik!", so Born abschließend.

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