Akademisierungswahn stoppen!

„Studenten und Auszubildende dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“

 

Berlin. „In der Bildungspolitik jagen Viele der Illusion einer akademisierten Gesellschaft hinterher – wer glaubt, alle mit einem Studienabschluss versorgen zu müssen, verkennt jedoch die Anforderungen des Arbeitsmarktes!“, warnt Leopold Born, Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschlands (SU). So sind z. B. für eine handwerkliche Tätigkeit ganz andere Fähigkeiten und Begabungen notwendig als beispielsweise für Forschungsarbeit; dies wird durch differenzierte Schul- und Ausbildungsabschlüsse momentan bestens berücksichtigt.

In ihrem Akademisierungswahn lassen Bildungspolitiker die Folgen völlig außer Acht: Schon jetzt sind viele Studienabsolventen aufgrund des Überangebots in Berufen tätig, für die sie mit einer Ausbildung in wesentlich kürzerer Zeit ebenso qualifiziert wären. Auf der anderen Seite geraten viele Betriebe durch den Fachkräftemangel und die Konkurrenz mit Universitäten um Schulabsolventen in Bedrängnis. Hierzu stellt Leopold Born fest: „Trotz dieser Entwicklung wird oft irrtümlich der Eindruck vermittelt, ein Studium sei mehr wert als eine Ausbildung. Hier droht eine gefährliche Stigmatisierung - Studenten und Auszubildende dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!“

Die Schüler Union Deutschlands mahnt daher zur Vernunft und fordert alle Beteiligten dazu auf, diesen Akademisierungswahn zu stoppen und wieder zu einer ausgewogenen Förderung sowohl der akademischen als auch der beruflichen Bildungswege überzugehen. Die Differenzierung der Anforderungen und Bildungsabschlüsse ist hier nicht nur der Zweck, sondern auch das Mittel!

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