Mehr Transparenz in der Schülervertretung

Schüler Union fordert Direktwahl der Kreis- und Landesschülervertretungen

Die Schüler Union Deutschlands übt scharfe Kritik am Wahlsystem der Schülervertretungen. In den meisten Bundesländern wählt der Schülerrat einer Schule Delegierte für die Kreis- oder Stadtschülervertretung und diese wiederum Delegierte für die Landesschülervertretung. „Dieses verschachtelte Verfahren ist für die Schülerinnen und Schüler an den Schulen undurchsichtig. Mit dem momentanen Wahlsystem wurde ein System geschaffen, das sich selber vertritt – nicht die Schüler.", stellt Lutz Kiesewetter, Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschlands fest.

In länderübergreifenden Gesprächen hat sich die Schüler Union mit den Problemen in der Schülervertretung auseinandergesetzt. Stellvertretend hierfür erklärt der hessische Landesvorsitzende Lars von Borstel: „Um die Interessenvertretung der Schüler zu garantieren, müssen die Vertreter aller Ebenen direkt gewählt werden". Die Rätesysteme behindern den Informationsfluss durch alle Ebenen hinweg. Oft kennen die Schüler die Gremien und deren Mitglieder nicht, obwohl diese sie vertreten sollen.

Der Reformvorschlag der Schüler Union beinhaltet die Direktwahl aller Schülervertreter. Nachdem die Schülervertretungen an den Schulen gewählt wurden, sollen an landesweit zentralen Wahlterminen die Vertreter der

Kreis- und Landesschülervertretungen gewählt werden. So garantiert man den Schülern maximale Transparenz, direkten Kontakt zu ihren Vertretern und einen leichten Einstieg in die Arbeit der Gremien.

„Das ist Demokratie zum Anfassen - aktive und dynamische Interessenvertretungen halten unsere Demokratie am Leben. Die Schülerinnen und Schüler müssen an erster Stelle stehen!", fordert Kiesewetter abschließend."Wenn der Großteil der Schüler ihre Vertreter nicht kennt, dann fehlt diesen die Legitimation. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Kreis- und Landesebenen so gut wie nie beschlussfähig sind", fügt Marc Philipp Janson, Landesvorsitzender aus Rheinland-Pfalz hinzu.

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