Berlin/Magdeburg. Schüler gegen Extremismus ist die zentrale Botschaft der Schüler Union Deutschlands auf ihrem Bundeskoordinationsausschuss in Magdeburg. „Wir alle haben mit Schrecken darauf reagiert, dass über Jahre hinweg eine rechtsextreme Zelle unbehelligt von Ermittlern und Öffentlichkeit ideologisch motivierte Mordanschläge verüben konnte. Deshalb steht Extremismus einmal mehr auf der Tagesordnung, so der Bundesvorsitzende Lutz Kiesewetter. Der Schüler Union bereitet aber vor allem Sorge, dass Extremisten von rechts und links intensiv um Schüler und Jugendliche werben. „In unserem Leitantrag, der auch ein neun Punkte Programm mit konkreten Sofortmaßnahmen enthält, nehmen wir uns genau diesem Problem an und bieten Lösungen“, so Kiesewetter weiter.

Die Schüler Union fordert in ihrem beschlossenen Leitantrag unter anderem verpflichtende Exkursionen zu Gedenkstätten, die Einführung von besonderen Programmen zur Gewaltprävention mit dem Schwerpunkt linksextremistischer Gewalt und eine ausführlichere Thematisierung der SED-Diktatur im Schulunterricht, um Extremismus frühzeitig seinen Nährboden zu entziehen. Das Papier wurde mit Holger Stahlknecht, MdL (Innenminister Sachsen-Anhalt), Dr. Reiner Haseloff, MdL (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt), Andreas Riethmüller (Vorsitzender Landesfachausschuss Bildung und Kultur der CDU Sachsen-Anhalt), Tobias Krull (Vorsitzender CDU Magdeburg) und Angela Gorr, MdL (Vorsitzende Kuratorium Landeszentrale für politische Bildung) ausführlich diskutiert. Jeder von ihnen brachte wertvolle Impulse ein.

Für die Schüler Union steht mitunter fest, dass Rechts- wie Linksextremismus gleichermaßen gefährlich sind. „Der Kampf gegen Rechts darf deshalb nicht der radikalen Linken überlassen werden. Außerdem müssen in der aktuellen Extremismusdebatte auch islamistische Tendenzen berücksichtigt werden
“, so Kiesewetter abschließend.

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