Kiesewetter: Hauptschüler sollen gleichzeitig in die Ausbildung

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Bremen/Berlin. Die Schüler Union Deutschlands (SU) setzt sich dafür ein, dass zukünftig jeder Hauptschüler in den letzten beiden Schuljahren neben seiner schulischen Ausbildung auch zwei Tage in der Woche in einem Ausbildungsbetrieb arbeitet. „Pilotprojekte haben gezeigt, dass durch die Kombination von Schule und Beruf die Schülermotivation deutlich verbessert werden kann“, so Kiesewetter. In den Beispielprojekten sank die Abbrecherquote deutlich ab und der überwältigende Teil der Schüler wurde nach dem Abschluss in die Ausbildung übernommen.

Auf dem Bundeskoordinationsausschuss in Bremen fasste die Schüler Union Deutschlands weitere Beschlüsse zur engeren Verzahnung von Schule und Wirtschaft. Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen sollen nach Ansicht der Jungpolitiker noch deutlich intensiver genutzt werden. Insbesondere bei der Stärkung des Praxisbezugs im Unterricht könnten Unternehmen einen wertvollen Beitrag leisten. „Durch Fachvorträge von regionalen Unternehmen oder Projekttagen kann den Schülern der praktische Nutzen des Schulunterrichts vor Augen geführt werden“, so Kiesewetter.

„Darüber hinaus muss auch die Bedeutung von Praktika und Auslandsaufenthalten wachsen“, erklärt Kiesewetter. Nach Auffassung der Schüler Union  soll  die Schule aktiv bei der Vermittlung von Praktika unterstützen. Die finanziellen und ideellen Engagements der Unternehmen sollen allerdings auf einer zentralen Seite des jeweiligen Kultusministeriums einsichtig sein, um Transparenz und Unabhängigkeit zu gewährleisten.

„Die öffentliche Verkürzung der Debatte auf das Abitur ist nicht zielführend. Deutschland profitiert gerade von gut ausgebildeten Haupt- und Realschülern, die einen Ausbildungsberuf ergreifen“, so Kiesewetter abschließend.

 

 

 

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