Inklusion: Schüler Union warnt vor Gleichmacherei und fordert Ausbau des Förderschulangebots

Born: "Ideologie nicht über das Wohl der Kinder stellen!"

Foto: Dieter Schütz, pixelio.de
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Durch Inklusion, also den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen, soll die UN-Behindertenrechtskonvention gegen Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen seit langem umgesetzt werden - mit Erfolg?

Zur aktuellen Debatte erklärt der Bundesvorsitzende der Schüler Union Deutschlands, Leopold Born: "Diese Frage wird in letzter Zeit im Rahmen der bildungspolitischen Diskussion sehr gegensätzlich beantwortet. Das Wohl des Kindes hat laut Artikel 7 der Konvention höchste Priorität. Ideologische Diskussionen dürfen nicht auf dem Rücken der Schüler ausgetragen werden."

Die Inklusion in den Regelschulen ist nur umsetzbar, wenn ausreichend Sonderpädagogen eingesetzt werden. Hier sieht die Schüler Union Nachbesserungsbedarf, um Schülern mit Handicap die Partizipation und Integration zu ermöglichen. Ohne eine weitergehende Unterstützung von Sonderpädagogen kann Inklusion nicht gelingen. Denn so wird der Lernerfolg für alle Schüler leiden. Für jeden Schüler müssen individuelle Lösungen gefunden werden.

Im Zuge dieser Problematik setzt sich die Schüler Union für den weiteren Ausbau der Förderschulen ein, in deren Einrichtungen ein differenzierter Unterricht und im Sinne des Artikel 7 eine behindertengerechte Betreuung durch erstklassig ausgebildete sowie im Umgang mit unterschiedlichen Behinderungsformen geschulte Lehrkräfte erfolgt. Dadurch haben die Kinder später die bestmögliche Chance auf bessere Integration in die Gesellschaft.

"Es müssen beide Möglichkeiten gegeben sein – im Einzelfall muss entschieden werden, ob der Besuch einer Förder- oder Regelschule für den Schüler sinnvoller ist! Die Diskussion um Inklusion darf nicht Opfer ideologischer Gleichmacherei werden!", stellt Born klar.

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