Landesverbände und Bundesvorstand beschließen Papier gegen Noteninflation und für gemeinsame Standards.

Am letzten Januarwochenende trafen sich Vertreter der Landesverbände und des Bundesverbandes und verabschiedeten in Frankfurt a.M ein umfassendes Antragspapier gegen die inflationäre Vergabe von Noten.
Hierzu erklärt der Bundesvorsitzende Finn Wandhoff:
„Noten sind eine gerechte Art der Leistungsbewertung eines Schülers. Sie sagen in erster Linie nichts über Charakter oder Intelligenz aus, sondern sind gemacht, um eine möglichst rationale Momentaufnahme der Leistungs- und Lernbereitschaft festzuhalten, die es dem Schüler ermöglichen soll, sich selbst zu reflektieren und gegebenenfalls etwas zu verändern. Man hat als Schüler jedoch das Gefühl, dass Noten mittlerweile als Strafmaßnahme betrachtet werden, sodass Lehrer Leistungsansprüche herunterschrauben, um den Schülern kein Unwohlsein durch eine schlechte Note zuzumuten. Aber wenn jeder eine gute Note hat, was ist die gute Note dann noch wert?“
Die Schüler Union spricht sich daher für differenzierte Notenvergabe aus, die sich an dem Niveau des zu bearbeitenden Stoffes und nicht an der Lernbereitschaft des näheren Umfeldes orientiert. Der Antragsteller und stellvertretende Bundesvorsitzende Leon Hanschmann ergänzt:
„Eine inflationäre Vergabe von Bestnoten führt dazu, dass am Ende ein und dieselbe Note einen komplett unterschiedlichen Stellenwert hat, weil sie aus unterschiedlichen Bundesländern kommt; das geht letzten Endes auf Kosten der Schüler des schwächeren Landes. Wir brauchen zentrale Standards in Deutschland, gerade wenn es um die Abschlüsse geht. Das ist der einzige Weg, um zu verhindern, dass Leistungsansprüche von Schule zu Schule unterschiedlich sind. Jeder würde auf gleichschwere Prüfungen hinarbeiten."

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag

Zugeordnete Dokumente

PM Noteninflation BKA

354 KB

Beschluss "Noteninflation stoppen!"

170 KB